Jugend- und Familienministerkonferenz 2017


Petra Grimm-BennePetra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, hat zum 1. Januar 2017 turnusgemäß das Amt der JFMK-Vorsitzenden von Barbara Klepsch, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz des Freistaates Sachsen, übernommen.

Mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung, eine offensive Fachkräftegewinnung für das Berufsfeld Erzieherin und Erzieher sowie der weitere Fahrplan zur Verstetigung des Bundesengagements im Bereich Frühe Hilfen im Kinderschutz waren die Hauptthemen der Jugend- und Familienministerkonferenz für das Jahr 2017.

Sachsen-Anhalt führt den Vorsitz der JFMK. Die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes, Petra Grimm-Benne, erklärt: "Die Stärkung der frühkindlichen Bildung ist ein Schwerpunkt. Im Zentrum steht der qualitative Ausbau der Kinderbetreuung. Länder, Bund, Kommunale Spitzenverbände, Träger sowie Wirtschaft und Gewerkschaften sind dazu in guten Gesprächen. Gemeinsames Ziel ist es, die Qualität der Kindertagesbetreuung aktiv weiterentwickeln. Mit einer qualitätsvollen frühkindlichen Bildung legen wir Grundlagen für spätere Bildungs-, Berufs- und damit Lebenswege. Eine gute Kindertagesbetreuung leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration und Chancengerechtigkeit. Zudem eröffnet sie insbesondere für berufstätige Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

Um Qualität in der Kinderbetreuung zu sichern und zu erhöhen, bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte. Die JFMK beschäftigte sich mit dem Thema auf der Konferenz in Quedlinburg. Verabredet wurde ein Maßnahmenpaket, um den steigenden Fachkräftebedarf an Erzieherinnen und Erziehern zu decken, wie er durch die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Kindertagesbetreuung, durch qualitative Verbesserungen, einen andauernden Kitaplatz-Ausbau sowie die Weiterentwicklung des Ganztagsbetriebs an Schulen zu verzeichnen ist. Grundlage soll eine Analyse der aktuellen und zukünftigen Fachkräftesituation und -bedarfe unter Beachtung der Ersatzbedarfe sein. Die Arbeitsverwaltung wurde gebeten, Möglichkeiten einer verbesserten Förderung zu prüfen. Eine Erhöhung der Vollzeit-Wochenarbeitszeit sowie innovative Arbeitszeitmodelle sollen weiterhin zur Attraktivität des Berufsfeldes beitragen.

Weitere Themen der JFMK 2017 waren die weitere Harmonisierung des Anerkennungsverfahrens für ausländische Berufsqualifikationen, Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Zusammenlesen in der Familie sowie die Implementierung eines neuen nationalen Gesundheitsziels rund um die Geburt.

JFMK Gruppenfoto 2017

Gruppenbild der Jugend- und Familienministerkonferenz
am 18./19. Mai 2017 in Quedlinburg

Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) ist eine von verschiedenen Fachministerkonferenzen der Länder. Als ein wichtiges Fachgremium dient sie zur Zusammenarbeit und Koordination der Länderinteressen. Die zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren setzen sich mit wichtigen Themenstellungen der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik auseinander.

Der Vorsitz der JFMK geht jedes Jahr in alphabetischer Reihenfolge auf ein anderes Land über. Sachsen-Anhalt hat für das Jahr 2017 den Vorsitz der JFMK inne. Am 18. und 19. Mai 2017 fand die Jahreskonferenz der JFMK unter dem Vorsitz von Ministerin Petra Grimm-Benne in Quedlinburg statt.

Konferenzen auf Ebene der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) finden zweimal pro Jahr statt. Die AGJF bereitet Beschlüsse für die JFMK vor und koordiniert in Arbeitsgruppen die Umsetzung.

Die Frühjahrskonferenz 2017 der AGJF fand im März in Friedewald in Hessen statt. Die Herbstkonferenz im September wird in Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.